Zurück im Sattel

 

So haben wir uns also bei Wind und Regen und 11 Grad Außentemperatur auf den Weg Richtung Middlemarch gemacht. Gleich nach elf Kilometern, in Mosgiel, mussten wir eine kleine Aufwärmpause einlegen, um ein paar Pies (Backwerk aus Blätterteig mit würziger Füllung, wie Speck und Ei oder Faschiertes mit Käse) zu essen. 😉

 

traurig, das traute Heim zu verlassen

traurig, das traute Heim zu verlassen

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Der Rest des Weges war ordentlich zäh und die zwei Monate Radfahrpause haben wir ordentlich gespürt. Das Wetter war unangenehm, die Straße extrem hügelig und manchmal auch noch sehr steil, und wir nichts gewöhnt. Netterweise hat uns zwischendurch eine neuseeländische Autofahrerin angeboten, dass sie unser Gepäck nach Middlemarch bringt, damit wir leichter radeln könnten. Unser Stolz hat das natürlich nicht erlaubt, aber wir haben uns trotzdem über die Geste gefreut. 🙂

 

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Naja, und irgendwann haben wir die Strecke von 76 km doch geschafft und haben etwas fertig unser Zelt aufgeschlagen. Das Tolle in Neuseeland ist ja, dass es immer wieder Campingplätze gibt und man sich so auch nach dem Radeln eine heiße Dusche gönnen kann. Zudem haben viele Campingplätze eine Küche, wo wir uns unser Mahl zubereiten können. Super!

Von Middlemarch aus fuhren wir auf den Otago Central Rail Trail, der einerseits sehr leicht weil ziemlich eben ist (die frühere Eisenbahnstrecke wurde in einen Radweg umfunktioniert). Allerdings besteht dieser Weg auch nur aus Schotter- und Staubpisten, was auf die Dauer doch etwas nervig ist. Dass derartige Radwege in Neuseeland sehr beliebt sind, konnten wir bestätigen: Selten haben wir soviele Radler an einem Tag gesehen, außer vielleicht am Donauradweg. 😉

 

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In Ranfurly verbrachten wir die nächste Nacht. Ranfurly ist, verglichen mit den anderen Ortschaften um den Trail, fast schon groß – es gibt einen richtig großen Foursquare-Supermarkt! Von dort aus ging es weiter, immer entlang von Weiden und Wiesen, auf denen massenhaft Kühe und Schafe herumhängen und sich ihres Lebens erfreuen. Aber wehe, Stefan steigt von seinem Fahrrad, dann laufen sie ganz schnell davon! 😀

 

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Und natürlich ließ auch das nicht lange auf sich warten: Wir hatten den ersten Patschen in Neuseeland – an Alexandras Hinterreifen. Scheinbar haben dem bereits mehrfach geflickten Schlauch die Schotterpisten auch nicht so ganz gedaugt. 😉

 

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Der nächste Halt war ein besonderer Ort, allerdings nur vom Namen her: Alexandra. 🙂 Mittlerweile hatte sich das Wetter wieder gebessert, am wunderschön sonnigen Abend konnten wir draußen Abendessen. Die Nacht war allerdings wieder eisig kalt und in der Früh ist es immer so lange kalt, bis sich die Sonne hervorwagt. Und plötzlich scheint es extrem heiß zu sein. Lustigerweise haben uns an diesem Tag sehr viele ältere Campinggäste vorhergesagt, dass es ein ausgesprochen schöner Tag werden soll. 😀 Und der wurde es auch: Es wurde so heiß, dass wir sogar auf den Handrücken einen Sonnenbrand bekommen haben, trotz Sonnencreme. Nach acht weiteren Kilometern hatten wir den Otago Central Rail Trail hinter uns gebracht.

 

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