Das Ende naht in Bishkek…

 

Am nächsten Tag ging es für uns wieder zurück nach Bishkek. Die Fahrt von Kochkor aus wäre eigentlich sehr angenehm gewesen, wenn nicht dem linken Hinterreifen die Puste ausgegangen wäre. 😀 So musste der Fahrer immer wieder schauen, ob eh alles ok ist und sogar einmal nachpumpen…

Zurück in Bishkek haben wir uns gleich aufgemacht, unsere China-Visa abzuholen – hoffentlich.
Die ganze Geschichte mit der Reiseagentur hat sich als ziemlicher Reinfall herausgestellt. Der Service war wirklich grottenschlecht, denn die werte Dame, mit der wir zu tun hatten, hatte einfach null Ahnung von irgendetwas und hat sich bei Fragen nie zurückgemeldet.
Bei der Abholung hat Alexandra ihr daher ein bissl die Wadl „virre g’richt“. So meinte Alexandra, dass sie vielleicht wissen sollte, dass an Wochenenden die beiden Grenzen nach China nicht geöffnet sind, oder dass man die Strecke von Kashgar nach Chengdu nicht einfach innerhalb von einem Tag via Bus zurücklegen kann (dauert eigentlich gute zwei Tage mit dem Zug). Sie meinte nur, dass sie das täglich mache und sich noch nie jemand beschwert hätte. Zudem mache sie ja nur, was man ihr sage. Ähem, vielleicht sollte sie mal selbst zu denken anfangen, meinte daraufhin Alexandra fuchsteufelswild. 😀

Da unsere Visa nur bis 30. September gültig sind und die Grenzen scheinbar auch von 23. bis 25. September geschlossen sein sollen, standen wir etwas unter Zeitdruck. Denn nun müssten wir die Grenze am Torugart-Pass nehmen, die angeblich komplizierter und um ein Vielfaches teurer zu passieren ist. Dort müssten wir jedoch bereits am 21. September sein, um einigermaßen sicherzugehen, dass wir im Falle von Verzögerungen nicht eine Woche an der Grenze campen müssten. Es sollte also spannend werden…

In der Zwischenzeit mussten wir uns leider auch von unseren tiroler Freunden Michi und Katrin verabschieden. So schön die zwei Wochen Urlaub waren, so schnell waren sie auch wieder vorüber. 🙁 Es war auf jeden Fall wieder einmal eine tolle Zeit, wir hatten viel Spaß und haben vor allem auch genossen, mal etwas zu viert unternehmen zu können. Immer nur zu zweit unterwegs zu sein kann hin und wieder schon etwas langweilig werden…

Nachdem Michi und Katrin also schon in den frühesten Morgenstunden Abschied von Bishkek nahmen, wollten wir es auch relativ zeitig angehen. Da wir jedoch noch Proviant kaufen, Dollar abheben (für spätere Visa) und sonstiges machen mussten, wurde es dann doch 13:30 Uhr bis wir uns tatsächlich Richtung Süden bewegten.
Das Wetter war einfach toll, ein wunderschöner Tag im Frühherbst mit viel Sonne und angenehmer Temperatur. Teilweise war die Straße von leicht herbstlich gefärbten Bäumen gesäumt. Und in einem Ort am Weg konnten wir noch einmal einen richtig guten Lagman genießen.
Leider haben wir jedoch ziemlich stark gespürt, dass wir wenig geschlafen hatten, zwei Wochen nicht geradelt sind und erst recht spät losgefahren sind. Daher wurden es an jenem Tag nur 70 km, bis wir uns ein Zimmerchen gönnten – am nächsten Morgen sollte es mal wieder regnen. Unglücklicherweise spürte Alexandra die Anstrengungen des Tages mal wieder ordentlich in den Knien. Bleibt nur zu hoffen, dass das am nächsten Morgen wieder besser ist!

 

 



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