Neue Sprache, neues Glück

 

Am Mittwoch haben wir uns also bei Regen Richtung Bratislava aufgemacht – mit ziemlich fetzigem Outfit: wasserdichte Socken in Trekkingsandalen. 😉
Doch der erste Halt war bereits der Flughafen, um schnell noch ein paar zusätzliche Medikamente für Stefan zu kaufen; und natürlich einen Snack, denn der geht immer.

Je näher wir der Slowakei kamen, umso besser wurde das Wetter. Und nach etwa 5 h 40 und knappen 107 km kamen wir am Abend etwas fertig, aber glücklich in Dunajska Streda an. Dort gab es dann noch eine kleine Jause auf der Terrasse unserer netten Unterkunft und WLAN, yeah!

 

Die Grenze in unser erstes Reiseland wurde gerade überschritten

die Grenze in unser erstes Reiseland wurde gerade überschritten

Offroad im slowakischen Dschungel

Offroad im slowakischen Dschungel

 

Die Tage danach hat es mit dem Internet in der Slowakei leider schlecht ausgesehen.
In keinem Lokal, das wir aufsuchten, gab es solches, und auch bei unseren Gastgebern in Nove Zamky / Zvolen und der Unterkunft in Nova Bana mussten wir auf diesen Luxus verzichten.

Was die Sprache angeht, tun wir uns hier in der Slowakei ein bisschen schwer.
Zwar hat Alexandra mal ein bisschen Bosnisch/Kroatisch/Serbisch gelernt und erkennt daher einige Wörter wieder, aber viel verstehen tun wir nicht – dabei ist das ein Nachbarland Österreichs! Peinlich…
Irgendwie kommt man ja eh immer durch und langsam wächst sogar unser Slowakisch-Wortschatz: Dobry den, ano, nie, pozor, dakujem, prosim – moze bytˋ! (Guten Tag, ja, nein, Vorsicht/Achtung, danke, bitte – passt/das geht/das muss gehen!)

 

Alexandra ist froh, dass es in der Ferne noch keine Berge zu sehen gibt

Alexandra ist froh, dass es in der Ferne noch keine Berge zu sehen gibt

 

Am Weg nach Nove Zamky ereignte sich dann der erste Unfall: Alexandra versuchte, ein Reinigungstuch durch die Öffnung deren Box zu ziehen – und blieb mit dem Finger stecken. Stefan blieb tapfer und konnte sein Lachen unterdrücken, während sich Alexandra vor Schmerzen nahezu am Boden wälzte – das Plastik ist sehr hart und die Zacken der Öffnung hatten sich in ihren Finger gebohrt und versuchten, ihn zu zerquetschen. Stefan konnte sie dann Gott sei Dank mit einem passenden Werkzeug davon befreien. Heute kann auch sie darüber lachen. 😀

 

Feuchttücher des Grauens

 

Nach zu vielen Kilometern auf Wiesenwegen konnten wir dann in Nove Zamky Dank guter Verbindungen bei einer extrem netten älteren Dame schlafen – mehr dazu ein anderes Mal.
Am Tag darauf wollten wir versuchen, so weit wie möglich Richtung Zvolen vorzurücken, da dort unsere nächsten Gastgeber auf uns warteten. Dazwischen mussten wir Halt in Nova Bana machen, wo wir das Glück hatten, in einer Art Kur- und Ärztezentrum übernachten zu dürfen. Es war etwas seltsam, aber sehr ruhig. 😀

 

Das Wetter war nicht immer ideal. Es gab auch niedrige Temperaturen, Wind und Regen

das Wetter war nicht immer ideal – es gab auch niedrige Temperaturen, Wind und Regen

Blick auf ein Atomkraftwerk

Blick auf ein Atomkraftwerk

Unterkunft im Ärztezentrum in Nová Baňa.

Unterkunft im Ärztezentrum in Nová Baňa

 

Am Samstag, 16.5. kam es dann zu einem kleinen Rückschlag. Wir hatten die Adresse unserer nächsten Gastgeber in unserer Navi-App eingegeben, und wurden zum falschen Ort geführt. So standen wir in der Straße mit gleichem Namen in Banska Bystrica, obwohl wir eigentlich in den bereits 20 km zuvor durchquerten Ort Zvolen müssen hätten. Dumm gelaufen! 😀
Aber ausgemacht ist ausgemacht, 80 km hatten wir da jedoch bereits auf dem Tacho stehen, also haben wir uns Tickets für den nächsten Zug nach Zvolen gecheckt. Ooook, im Nachhinein betrachtet war auch das Zugfahren mit den Fahrrädern nicht wirklich erholsam, aber egal.

Auch in Zvolen wurden wir wieder herzlich aufgenommen und konnten uns am Abend sogar ein Bierchen in der Cité gönnen.

 

Die Stimmung ist nach wie vor super!

Die Stimmung ist nach wie vor super!

Kirche in Zvolen

Kirche in Zvolen



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