Verheißungsvolles Saratov

 

Saratov – dieser Name ist bei uns häufiger gefallen und stand immer im Zusammenhang mit dem baldigen Ankommen in Kasachstan. In diesem Sinne war es für uns ein surreales Gefühl, nun tatsächlich in der letzten großen Stadt Russlands vor der kasachischen Grenze anzukommen.

Wie bereits erwähnt war das Wetter etwas launisch. So wurden wir die ersten paar Meter in der Stadt mit Regen begrüßt – das Wetter hat sich allerdings während unserer etwa 15 km Fahrt durch die Stadt zu unserem Hotel etwa 10 mal verändert. Die erste Aussicht war unglaublich: Vom Hügel herab sind wir gefahren mit Blick auf die Wolga und die Stadt Engels am gegenüber liegenden Ufer. Und auch durch die Stadt ging es über den ein oder anderen Hügel, zuletzt jenem, auf dem sich unser Hotel befand. Dort ist nämlich Skigebiet, daher ist dort im Winter wohl viel los. Natürlich haben wir die allerbeste Straße gewählt, um “hinaufzufahren”. Freundlicherweise hat sich ein Russe, der dort gerade arbeitete von selbst bereit erklärt, Alexandra’s Rad mit hinaufzuschieben. Ein schlichtes “paschalsta” (bitte) und weg war er wieder. 😀

perfekte Straße

perfekte Straße

ein hilfsbereiter Russe packt mit an :-)

ein hilfsbereiter Russe packt mit an 🙂

Abendessen in unserem abgelegenen Hotel

Abendessen in unserem abgelegenen Hotel

 

Ziemlich abgelegen war unser Hotel dort, dadurch irgendwie wieder ruhig. Außer in der Nacht, da haben es sich zahlreiche Hunde mal wieder so richtig gegeben… An einem Abend fand außerdem unter lauter russischer Beschallung eine Hochzeit im Hotelrestaurant statt. Auch interessant.

Saratov selbst hat eigentlich nicht viel zu bieten, eine schöne Stadt ist das nicht. Aber die Wolga fanden wir schon ganz nett anzuschauen – wirklich ein riesiger Fluss! Außerdem hatten wir einige letzte Besorgungen zu machen, wie etwa passende Reserveschläuche für unsere Räder, neue Sonnencreme, neue Sporthosen,… Zudem hat sich Stefan endlich wirklich dazu entschlossen, zum Friseur zu gehen. Wir sind hineingegangen, haben kurz pantomimisch Haareschneiden dargestellt und schon saß Stefan auf dem Sessel. War ziemlich lustig mitanzusehen, was da so abging. Aber das Endresultat um etwa 5 EUR kann sich durchaus sehen lassen. 😉

 

das Wappen Saratovs - für die Fiiiisch

das Wappen Saratovs – für die Fiiiisch

das Volga-Flüsschen

das Wolga-Flüsschen

chillen an der Volga

chillen an der Wolga

Hauptplatz

Hauptplatz

nein, das war noch nicht das Endergebnis ;-)

nein, das war noch nicht das Endergebnis 😉

 

Am zweiten Morgen nach unserer Ankunft kam dann allerdings eine negative Nachricht: Man hat uns sozusagen aus dem Hotel rausgeworfen.
Eine Hotelbedienstete meinte, dass ihr Registrierungsbüro uns nicht in Russland anmelden konnte und das Hotel daher eine Strafe zahlen müsse, wenn wir noch länger blieben. Einen Grund für die Unmöglichkeit bei der Registrierung konnte sie uns nicht nennen – und bemühen wollte sie sich auch nicht, uns irgendwie zu helfen, obwohl wir meinten, dass es diesbezüglich davor noch keine Probleme gegeben hätte. Naja, jedenfalls mussten wir unser ganzes Chaos wieder ordnen und ein neues Hotel suchen, was weiter kein Problem war. Aber ein bisschen grantig waren wir schon…

Dafür lag das neue Hotel besser, die Angestellten konnten teilweise sogar ein bisschen Englisch und waren tausendmal freundlicher. Wobei uns der Heimmarsch auf den Berg vielleicht nicht geschadet hätte, nachdem wir beim Burger King (ja, wieder einmal sehr schick) mit unserem schlechten Russisch ungewollt einige Kilogramm Erdäpfel bestellt hatten… 😉

 

manche Russen mögen Obama wohl nicht so...

manche Russen mögen Obama wohl nicht so…

 



One response to “Verheißungsvolles Saratov”

  1. Gernot says:

    Wow, wenn ich mir die Landkarte so anschau: Jetzt wird’s richtig groß… Auf den ewig lang gerade dahinführenden Straßen übernimmt man sich wenigstens beim Lenken nicht. 😉

    Liebe Grüße und alles Gute!!

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