Was wir mit eurer Hilfe unterstützen wollen

In diesem Beitrag berichten wir ausnahmsweise nicht von unserer Radreise, sondern möchten einen Sprung nach Afrika, genauer gesagt nach Simbabwe machen, wo der PFAU-Verein seine Projekte durchführt und für den wir Geld sammeln wollen. 

Damit die Leute auch wissen, für was das Geld in Simbabwe eingesetzt wird, hier eine kurze Zusammenfassung vergangener und zukünftiger Projekte der Promise Foundation Austria (=PFAU).

 

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Schulbrunnen

 

In der Kariyangwe Primary School hatten Schüler und Lehrer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Einzige Trinkwasserquelle war ein verschmutzter Bach, 800 Meter von der Schule entfernt. Viele Kinder bewältigen täglich einen bis zu vierstündigen Schulweg (in eine Richtung) und mussten den ganzen Tag ohne beziehungsweise mit stark verunreinigtem Trinkwasser aus dem Bach auskommen. 

Es sind zwar Gebäude, wie das neue Pfarrhaus, an eine öffentliche Wasserleitung angeschlossen, diese ist aber in schlechtem Zustand, liefert nur unregelmäßig Wasser und würde für die Schule zu hohe Betriebskosten aufweisen. Ein eigener Brunnen für die Schule stellt daher auch in der Zukunft eine nachhaltige Lösung dar.

Als erstes Projekt wurde – gemeinsam mit der Schulleitung und dem erweiterten Schulentwicklungskomitees – die Errichtung des Brunnens beschlossen und realisiert.

 

Mit dem Wasser aus einem neuen Brunnen können

• die Kinder und Lehrer mit Trinkwasser versorgt

• bewässerte Gärten für die Ernährung der Schüler angelegt

• die hygienischen Zustände an der Schule verbessert werden

 

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Weiters haben die Lehrer, die mit ihren Familien auf dem Schulgelände wohnen, Wasser zum Kochen, Waschen und Reinigen zur Verfügung. Der 90 Meter tiefe Brunnen wurde durch eine lokale Firma im Dezember 2013 gebohrt. Für die Förderung des Wassers wurde eine Unterwasserpumpe mit zugehöriger Photovoltaikanlage installiert.

Gefördert wird das Brunnenwasser in zwei Wassertanks mit insgesamt 10.000 Litern Inhalt.

Nachdem die Wasserversorgung der Schule gesichert ist, können weitere Projekte auf dieser aufbauen: Der Schulgarten kann angelegt werden und mehrere Bäume wie Avocados und Guaven wurden bereits gepflanzt.

 

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Die Ernährung und Trinkwasserversorgung der Schüler ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder und ermöglicht den positiven Abschluss der Schule.

Die Wasserversorgungsanlage wurde im August 2014 mit einem großen Fest eingeweiht. Mehr als 1.500 Menschen, darunter alle 800 Schulkinder, der gesamte Lehrkörper, das lokale Stammesoberhaupt von Kariyangwe, ein Gesandter des Bischofs der Diözese Hwange, der oberste Polizeichef des Distrikts Binga, der zuständige Schulinspektor, der Gemeindevertreter, mehrere Schuldirektoren der umliegenden Schulen, Eltern sowie Geschwister und auch sechs Mitglieder des PFAU-Vereins.
Ein dreistündiges Programm mit Reden, Tänzen, Gedichten und Liedern wurde geboten und anschließend wurde der Brunnen im Zuge eines feierlichen Akts für den Betrieb freigegeben. Durch Sie und Ihre Initiative konnte der Großteil der Brunnenkosten gedeckt werden. Für den PFAU-Verein wurden Lieder komponiert und gesungen, und eigens für die Feier wurde ein Ochse geschlachtet und für alle Anwesenden zubereitet.

 

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Aktuelles Projekt: Tägliche Mahlzeit – Schulküche

 

Der PFAU-Verein ist bemüht, den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder zu fördern und auch die Leistungen in der Schule zu verbessern. Ziel ist es, allen 800 Kindern der Kariyangwe Mission Primary School eine tägliche Mahlzeit an Schultagen zu ermöglichen. Um ein Mittagessen zubereiten zu können, hat die Kariyangwe Mission Primary School im Jahr 2014 eine provisorische Kochstelle errichtet. 2014 wurde während einer Hungersnot an 37 Schultagen für die Kinder eine tägliche Mahlzeit zubereitet. Doch vor allem in der Regenzeit bietet die provisorische Überdachung dieser Kochstelle nicht ausreichend Schutz.

 

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Der PFAU-Verein möchte deshalb gemeinsam mit der Kariyangwe Mission Primary School eine Schulküche errichten. Das Ernährungsprogramm während der Dürre im Jahr 2014 hat die Bedeutung der Bereitstellung von Nahrungsmitteln gezeigt. Unterernährung kann vorgebeugt und gleichzeitig (!) der Schulbesuch erhöht werden. Die Notwendigkeit der täglichen Mahlzeit zeigt sich auch woanders: Einige Schüler legen einen bis zu vier Stunden langen Fußweg (in eine Richtung!) in die Schule zurück und müssen den ganzen Tag ohne Verpflegung auskommen. Die Versorgung der Schüler mit Trinkwasser wurde durch die Fertigstellung des Brunnens im Jahr 2014 umgesetzt. Die Küche soll mit Solarkochern ausgestattet werden. Der Einsatz von Solarkochern ist zur Energieeinsparung sehr wichtig – das tägliche Kochen mit einem konventionellen Ofen für 800 Kinder würde zu viel Brennholz erfordern. Ein traditioneller Holzofen wird trotzdem für den Einsatz während der Regenzeit benötigt, falls Solarkocher nicht genügend Energie erzeugen können.

Erweiterung des Schulgebäudes

Gemeinsam mit der Schulküche werden vier neue Klassenräume (Platz für etwa 100 Kinder) in einem Gebäude errichtet. Die Schule wurde 1958 gegründet, durch die steigenden Schülerzahlen bieten die bestehenden Gebäude jedoch nicht mehr genügend Platz. Geplant wird das Projekt von Diplomanden und deren Betreuern der Bauabteilung an der HTL Pinkafeld. Der Bau soll lokale Bauarten und Materialien einschließen, die örtliche Bevölkerung wird an der Errichtung des Gebäudes gemeinsam mit lokalen Unternehmen beteiligt sein.

Chancen für Bauern

Mit Hilfe des Schulgartens soll ein Teil der Nahrungsmittel selbst angebaut werden. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Land und fruchtbaren Böden wird der Schulgarten nicht für die Versorgung von 800 Schulkinder ausreichen. Daher müssen Nahrungsmittel von lokalen Bauern bezogen werden. Durch den Ankauf der Lebensmittel haben Bauern die Möglichkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften. Dadurch soll die lokale Kaufkraft gesteigert werden. Die Preise werden zwischen den Bauern, der Schule und dem PFAU-Verein fair ausgehandelt. In Zeiten der Ernteknappheit (Dürren oder Überschwemmungen) werden die Nahrungsmittel von einem Großhändler in Binga oder den lokalen Geschäften in Kariyangwe bezogen. Die Zubereitung der Speisen erfolgt durch die Eltern der Schüler. Wichtig ist es, eine nachhaltige Versorgung der Kinder mit Nahrung sicherzustellen. Deshalb wird nach Lösungen gesucht, damit die Schule das Projekt in Zukunft einmal selbst finanzieren kann.

Das Geld, das über Radschlag.at gesammelt wird, geht zu 100% an den PFAU-Verein und wird für das aktuelle Projekt Schulküche verwendet.
Wir und die Schulkinder der Kariyangwe Mission Primary School freuen uns über jede weitere (kleine) Spende an unten angeführte Kontonummer. Nur gemeinsam können wir dieses Projekt Wirklichkeit werden lassen!

 

 

Spendenkonto

IBAN:                    AT45 4815 0403 2470 0711

BIC:                       VHARAT21XXX

Bei Verwendungszweck bitte “Spende Radschlag” angeben.

 

Vielen Dank!

Mehr Informationen zu PFAU gibt es hier www.pfau-verein.org

 

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